28.05.2012

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Tram 109

Tram 109

Erschienen Mitte Februar 2012, enthält 80 Seiten, 94 Fotos darunter 43 farbig, 7 Tabellen, 7 Pläne und 1 Zeichnung

Die markantesten Veränderungen zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 fanden in Genf statt: Einweihung einer fast sieben Kilometer langen Neubaustrecke, Inbetriebnahme der ersten Tangos, Neugestaltung zu fast 70 % des Liniennetzes mitsamt einer Reduktion der Anzahl Tramlinien auf drei, Ausrangierung der Autobusgeneration des Typs Mercedes O405 sowie Einrichtung der Baustellen für die Bahnverbindung Cornavin – Eaux-Vives – Annemasse (CEVA).

Doch auch in anderen Städten gab es Ausbauten des elektrisch betriebenen Streckennetzes: In Zürich kam das Tram Zürich West, die Neubaustrecke vom Escher-Wyss-Platz nach Altstetten Nord, in Betrieb, und in Lausanne erfolgte die Verlängerung der Trolleybuslinie 8 nach Grand-Mont. Nach einem mehrmonatigen Unterbruch verkehren in Bern die Tramzüge der Linie 6 wieder bis Fischermätteli, ausserdem wurde in der Hauptstadt das neue Depot Bolligenstrasse vollumfänglich in Betrieb genommen. Der RBS rangierte den ersten Gelenktriebwagen des Typs Mandarindli aus, ein Fahrzeugtyp, der in den 1970er Jahren einen Quantensprung für die meterspurigen Berner Vorortslinien gebracht hatte.

Die BVB, die zuerst eine Gemeinschaftsbeschaffung von Tangos mit den BLT vereinbart hatten und dann auf diesen Entscheid zurückgekommen waren, entschieden sich nun für ein anderes, durchgehend niederfluriges Tram, von dem 60 Stück in zwei verschiedenen Längen beschafft werden. Die ersten Fahrzeuge werden vor Ende 2013 erwartet.

In zwei Städten soll das Tram eine Wiedergeburt erleben. Wir erläutern die aktuelle Entwicklung der Projekte in Lugano und Biel. Die TRN hingegen wiedersetzen sich den aktuellen Tendenzen im öffentlichen Verkehr und zerstören schrittweise und von der Bevölkerung unbemerkt den Trolleybusbetrieb von La Chaux-de-Fonds. In bester Salamitaktik gaben die TRN die vier knapp sechs Jahre alten Gelenktrolleybusse an den Hersteller Solaris zurück. Während im Neuenburger Jura wertvolle Infrastruktur bedenkenlos vernichtet wird, kämpfen weitaus weniger privilegierte Städte für die Erhaltung und Entwicklung ihres Trolleybus-Systems. In den 1990er Jahren fanden rund 30 alte Schweizer Trolleybusse ein neues Betätigungsfeld in zwei chilenischen Städten. Einige dieser Oldtimer sind noch heute in Valparaiso fahrplanmässig im Einsatz. Unser reichlich illustrierter Bericht erzählt auf 10 Seiten die zwar kurze aber spannende Geschichte dieses Verkehrsbetriebes und der Schweizer Trolleybusse in Chile.

RBS 44TPG 1801-1802

 

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